So funktionieren Prozentwürfel
Für einen W100-Wurf nimmst du zwei zehnseitige Würfel. Einer ist der Zehnerwürfel mit den Zahlen 00, 10, 20 … 90, der andere der Einerwürfel mit 0 bis 9. Beide werden addiert. Der einzige Sonderfall: 00 und 0 ergeben 100 und nicht null. So hat jede ganze Zahl von 1 bis 100 genau eine Chance von 1 %.
| Zehnerwürfel | Einerwürfel | Ergebnis |
|---|---|---|
| 70 | 3 | 73 |
| 00 | 7 | 7 |
| 10 | 0 | 10 |
| 90 | 9 | 99 |
| 00 | 0 | 100 |
Wofür man Prozentwürfel braucht
- Prozentbasierte Fertigkeitssysteme: In Cthulhu und Warhammer Fantasy-Rollenspiel gelingt eine Probe, wenn du deinen Fertigkeitswert oder weniger würfelst – mit einem Wert von 60 % klappt es bei 1 bis 60.
- Zufallstabellen: Schätze, Begegnungen, Wetter und die Tabelle für Wilde Magie in D&D werden mit einem W100 ausgewürfelt.
- Jeder beliebige Prozentwert: Aus „30 % Regenwahrscheinlichkeit“ wird „würfle 30 oder weniger“.
Und ein Würfel mit 100 Seiten?
Echte hundertseitige Würfel gibt es – der bekannteste ist das Zocchihedron, das an einen Golfball erinnert. Der Spieleautor Lou Zocchi brachte es 1985 heraus: eine Kugel mit 100 kleinen abgeflachten Stellen und einem beschwerten Kern. Es macht Spaß, ist aber schwer abzulesen und braucht lange, bis es liegen bleibt, deshalb ist ein Paar W10 weiterhin der Standard. Der 3D-Würfelsimulator hier wirft das klassische Paar.